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Über alle Grenzen hinweg In dem Schulprojekt „Images of Light“ nutzt der Chor des Jungen Ensembles Berlin die dürftigen öffentlichen Mittel für musikalische Bildung
An einem Donnerstag Nachmittag Ende März in der Aula der Otto-Hahn-Gesamtschule in Berlin-Neukölln. Dreizehn Schüler, teils tief in der Pubertät oder noch davor, teils aus älteren Jahrgängen, sitzen nach sechs Stunden Unterricht auf dem Podium, abgespannt und neugierig zugleich. Vor ihnen zwei junge Frauen, die sichtbar nicht zum Lehrerkollegium gehören. Sarah Kisker, angehende Musiklehrerin, und Katharina Denninger, Sozialarbeit-Studentin, machen mit den Schülern „Orga-Kram“. Am Wochenende soll der Schüler-Projektchor mit einem Sonderbus auf das Chor-Probenwochenende des Jungen Ensembles Berlin (JEB) fahren. Einen Tag lang werden sie mit dem JEB-Chor für die Uraufführung des Stückes „Images of Light“ proben. „Es gibt auch was zu essen da, aber wenn ihr Chips wollt, müsst ihr sie euch selber mitbringen.“
Sarah Kisker und Katharina Denninger sind an der Schule nicht zuallererst als Musik- oder Sozialpädagoginnen, sondern als Vertreterinnen des JEB, in dem sie beide selbst mitsingen. Vor einigen Monaten kam der Chor erstmals geschlossen in die Schulaula und sang vor etwa 80 bis 100 Schülern Gospels, aber auch das „Deutsche Magnifikat“ von Heinrich Schütz – zur ersten Kontaktaufnahme und als Ermutigung, bei dem geplanten Projekt mitzumachen. Zum Projektchor meldeten sich daraufhin zwanzig Schüler an – eigentlich eine magere Ausbeute.
Doch woher soll die Begeisterung fürs Musizieren auch kommen? An der Otto-Hahn-Schule gibt es genau einen Musiklehrer für rund 800 Schüler. Denn Musikunterricht wird ohnehin erst ab der zehnten Klasse angeboten – wobei bereits in bundesdeutschen Grundschulen bis zu 80 Prozent des Musikunterrichts ausfallen. (…) S. 8 – 10 „Der Klang wird sofort besser“ Das erfolgreiche Trainingskonzept „Anti-Aging für die Stimme“ von Elisabeth Bengtson-Opitz wird fortgesetzt
Eine Stimme, die auch im höheren Alter noch leistungsfähig ist, wünscht sich jeder Chorsänger. Natürlich macht der Alterungsprozess auch vor der Stimme nicht Halt, doch durch gezieltes Training kann man ihn hinauszögern. Davon ist die in Schweden geborene Sängerin und Gesangspädagogin Elisabeth Bengtson-Opitz überzeugt. Vor zehn Jahren hat die Professorin für Gesang und Gesangspädagogik ein Trainigsprogramm entwickelt, um die Stimmqualität bei älteren Menschen zu verbessern.„Anti-Aging für die Stimme“ hat sie ihr gesangspädagogisches Konzept genannt, das sie seitdem mit großem Erfolg in Kursen weitergibt und 2008 in einem Handbuch zusammengefasst hat. Bevor nun im Sommer im Hamburger Timon-Verlag die Fortsetzung erscheinen wird, hat sich Elisabeth Bengtson-Opitz mit Friedegard Hürter über ihr Konzept unterhalten.
(…) S. 12/13 Die chor.com kommt Gerüst für neues Großprojekt des DCV steht – viele Künstler und Unterstützer haben bereits zugesagt
„Wenn der Chorverband euch nicht hätte, könnten wir alle nach Hause gehen“, so DCV-Präsident Henning Scherf am Ende einer zweitätigen Klausur des DCV-Musikrates mit Geschäftsführung und Projektleitung in Fulda.
In der Tat, das nahende Großprojekt chor.com beinhaltet große Herausforderungen:
Inhalte müssen gesetzt, Strategien müssen entwickelt, Dirigenten, Dozenten und Chöre müssen engagiert werden. Die erstmals vom 22. bis 25. September 2011 stattfindende chor.com ist in ihrer Vielschichtigkeit eine Herkulesaufgabe: Workshops, Symposien, Festival und Messe müssen so vorbereitet werden, dass die chor.com Mekka und Branchentreff der Chorleiter, Verlage, Sänger, Chor-Manager, Verbände und Ausbildungsstätten wird, attraktiv für die Spitze wie für die Breite ist und darüber hinaus als Weiterbildungsmaßnahme z. B. für Lehrer und Kirchenmusiker anerkannt wird. Das verlangt eine ausgewiesene Fachlichkeit, eine sehr gute Kenntnis der nationalen und internationalen Chorszene, Lust auf Innovationen und visionäre Kraft gepaart mit professionellem Management.
Dafür muss der DCV alle eigenen Potenziale schöpfen, musikalische Leitbilder mit dem Musikausschuss der Deutschen Chorjugend entwickeln, sich aber auch mit voller Kraft nach außen öffnen, um eine möglichst rege Beteiligung und fachliche Kooperation der in der ADC zusammengeschlossenen Chorverbände zu organisieren. Eine enge Zusammenarbeit mit den hauptamtlichen Musikern der evangelischen und katholischen Kirche ist ebenfalls angestrebt.
Um eine derartige Großveranstaltung mit fast 100 Workshops, 100 Ausstellern, über 20 Konzerten, geschätzten 1.000 Dauerteilnehmern und mehreren tausend Tagesgästen überhaupt auf die Beine zu stellen, benötigt es eine rechtzeitig definierte und verbindliche finanzielle Förderung: Neben der Stadt Dortmund hat jetzt auch das Bundesland NRW eine erhebliche Unterstützung zugesagt. (…) S. 14/15
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